Hermann Koller AG
Lochmühlestrasse 5
Postfach 123
9056 Gais AR

Tel. +41 71 791 80 30

Letzte Aktualisierung:
15.06.14



Geschichte
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Geschichte der Hermann Koller AG

Hermann Koller AG - Geschichte
1872  Johannes Holderegger-Preisig (1839-1902) erwirbt ein Anwesen in Zweibrücken, Gais. Holderegger, der sich der Grobstickerei widmete, errichtete darauf eine Fabrik mit Sticksaal.
1877 Johannes Holderegger gründet mit Jakob Willi-Fitze (1839-1912) und Arnold Mösli-Holderegger (1845-1897) die Zwirnerei Zweibrücken in Gais. Bis 1889 wurden Geschirrfäden, Nähfäden und Stickgarne hergestellt. Der Geschäftssitz befand sich an der Schützengasse 9 in St.Gallen. Nach Stillegung des Betriebes wandte sich Holderegger der Ausrüstung von Stickereien zu.
1901 Das Färberei- und Appreturgeschäft wurde von Albert Tobler und Hermann Koller-Menet (1874-1958) übernommen. Als Tobler 1906 ausschied, führte Koller den Betrieb alleine weiter. Daneben widmete er sich auch noch der Landwirtschaft und galt als geschickter Viehhändler.
1921 Ein Brand im vorderen Gebäude des Komplexes richtete beträchtlichen Schaden an.
1931 Eine weitere Bewährungsprobe stand bevor. Starke Umsatzrückgänge machten dem Betrieb zu schaffen. Erst in den Nachkriegsjahren zog die Nachfrage wieder kräftig und langfristig an.
1951 Bis ins hohe Alter stand Hermann Koller selbst an der Spitze des Unternehmens, welches 1951 in die Aktiengesellschaft Hermann Koller AG umgewandelt wurde. Als der Patron 1958 verstarb, ging die Leitung an Walter Graf.
1959 Das Kerngeschäft der Hermann Koller AG war, ist und bleibt die Veredlung von St.Galler- und Aetzstickereien. Den Markt-Veränderungen hat man sich stets gestellt und ist dadurch fit geblieben. Laufend wurden neue Verfahren entwickelt, so dass man heute weltweit zu einem der wenigen Betrieben zählt, welche im Stickerei-Bereich alle heute bekannten Aetz-Verfahren beherrschen.
1960 Eintritt von Herrn Heinz Schläpfer in das Unternehmen, dem späteren Geschäftsführer der Hermann Koller AG und Stiftungsrat der Hermann Koller-Stiftung.
1970 Übernahme des Aetzerei- und Färberei-Betriebs von Herrn Hans Spahni, St. Gallen. Der Chemiker tritt dem Verwaltungsrat bei.
1972 Verbesserte Rentabilität der Bleicherei durch die Anschaffung eines Spannrahmens. Ein wichtiger Schritt Richtung Industrialisierung des Betriebs ist damit vollzogen.
1978 Dem geplanten Erweiterungsbau wird zugestimmt, was die Weiterentwicklung enorm vorantreibt. Ein zweiter Spannrahmen wird angeschafft.
1989 Die Firma König AG wird beauftragt, eine Studie zur Schadstoff-Reduktion auszuarbeiten. Der Sanierungsvorschlag wird von den Umweltschutzbehörden begrüsst und umgesetzt. Die Heizanlage wird von Schweröl auf Propangas umgestellt. Der CO2-Ausstoss konnte somit stark reduziert werden.
1992 Der Hochkamin auf dem Firmengelände wird saniert.
1999 Anschaffung eines Kontinuetumblers kombiniert mit einem Spannrahmen.
2001 Hermann Koller AG feiert das 100-Jahr-Jubiläum. Start zum Erweiterungsbau.
2002 Der Erweiterungsbau ist geschafft. Jetzt sind die Weichen gestellt, um allen Anforderungen an Spitzenqualität gerecht zu werden, wenn es um Veredelung von Aetz-Stickereien geht.
2003 Einstieg in die Veredlung von Wollgarnen für die Teppichindustrie und Wolle/Seide für den amerikanischen Handstrick-Markt.
2006 Joint Venture in China mit zwei Stickerei-Partnern aus der Ostschweiz.
2011 Übernahme der Geschäftstätigkeit der Scherlerei Schubiger AG, St. Gallen.
2012 Übernahme des Teppichreinigungs- und Veredlungsgeschäfts der Knecht GmbH, Speicher.